In 3 Wochen mit dem Camper durch schwedische Bergregionen, über Flatruet und Vildmarksvägen bis an die malerische Höga Kusten
Schweden ist für viele das Land der roten Holzhäuschen, der Schärenküsten und der tiefen Wälder. Für uns sieht Schweden aber auch anders aus. Es ist wilder. Es führt dich auf einsame Hochebenen, wo der Wind über das karge Fjäll pfeift, an Orte wo du kilometerweit in die Natur blicken kannst und dorthin wo Rentiere deine einzigen Nachbarn sind.
In dieser 3-wöchigen Wohnmobil-Rundreise lassen wir die klassischen Touristenpfade des Südens bewusst im Rückspiegel. Wir nehmen dich mit in das Herz von Dalarna, führen dich über die höchsten Passstraßen des Landes durch Jämtland und bis zum legendären Vildmarksvägen. Bevor wir schließlich über die malerische Höga Kusten den Rückweg antreten. Es ist eine Route für Entdecker, für Menschen, die die Tiefe der Natur suchen und die Schweden aus einer anderen Perspektive kennenlernen wollen.
Bist du bereit für 21 Tage Abenteuer?
Diese Route gibt es auch als digitale Routen-Karte zum Nachreisen
Reiseplanung leicht gemacht: Du möchtest diese Tour ganz einfach nachreisen? Mit unserer digitalen Routenkarte bekommst du über 160 Highlights entlang dieser Route als interaktive Google MyMaps-Karte. Inklusive Tag-für-Tag-Routenvorschlag & zu fahrenden Kilometern.
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- In 3 Wochen mit dem Camper durch schwedische Bergregionen, über Flatruet und Vildmarksvägen bis an die malerische Höga Kusten
- Planung & Anreise: Der Weg in den hohen Norden
- Woche 1: Das Tor zum Fjäll: Urwälder und die Weite von Dalarna
- 1. Fulufjället Nationalpark – das Land des größten Wasserfalls in Schweden
- 2. Idre & das Nipfjäll – Sonnenuntergang im Rentierland
- 3. Die Flatruet – Schwedens höchste befahrbare Passstraße
- Die erste Reisewoche: Entfernungen und unsere Routenempfehlung für dich
- Diese Route gibt es auch als digitale Karte mit allen Highlights und Wegpunkten
- Woche 2: Ein Abstecher nach Östersund und der Ruf des legendären Vildmarksvägen
- Woche 3: Über die wilde Höga Kusten in uralte Wälder
- Der perfekte Begleiter für deine Reise nach Zentral-Schweden:
- Wann ist die beste Reisezeit für diese Route?
Planung & Anreise: Der Weg in den hohen Norden
Die Anreise ist doch schon auch immer ein wenig der erste Teil des Abenteuers. Je nachdem, von wo aus Deutschland du startest, verändert sich die Dynamik deiner Reise und natürlich auch die Dauer. Hier kommen die drei Anreise-Optionen für diese Route:
Die Maritime: Fähre von Hirtshals (Dänemark) nach Larvik (Norwegen) – Du sparst dir hunderte Kilometer durch Südschweden. Nach der Ankunft in Larvik fährst du durch die norwegische Region Telemark in Richtung schwedischer Grenze. Landschaftlich für uns die schönste Route und definitiv der schnellste Weg direkt ins Fjäll.
Der Klassiker: Landweg + Öresundbrücke – Auf dieser Route hast du die maximale Flexibilität. Du fährst, wann du willst. Die Überquerung der Öresundbrücke ist ein architektonisches Highlight, gefolgt von einer langen aber relativ entspannten Fahrt über die E4 oder den Inlands-Vägen Richtung Norden. Die Route ist vor allem mit Haustieren super geeignet, da keine langen Fährfahrten anstehen.
Die Gemütliche: Nachtfähre von Travemünde nach Trelleborg + Landweg oder „Mini-Kreuzfahrt“ von Kiel nach Oslo – Du fährst abends auf die Fähre, genießt ein Abendessen und wachst morgens ausgeruht in Südschweden auf. Von hier aus hast du allerdings noch einen soliden Fahrtag (ca. 10h) vor dir, bis du das erste Highlight in Zentralschweden erreichst. Mit der Fährverbindung nach Oslo sparst du dir ca. 6 Stunden und hunderte Kilometer Strecke in Schweden, bist jedoch auch etwa 20 Stunden auf der Fähre.
Diese drei Optionen sind die am häufigsten gewählten, es gibt darüber hinaus noch ca. drei weitere Anreise-Möglichkeiten und Abwandlungen. Bei Fragen, kannst du uns gerne jederzeit eine Nachricht schreiben.

Woche 1: Das Tor zum Fjäll: Urwälder und die Weite von Dalarna
Schon in der ersten Woche verabschieden wir uns von den großen Zentren im Süden des Landes. Die Wälder werden dichter, die Straßen schmaler und die Zäune verschwinden – ein Zeichen dafür, dass wir das Land der Rentiere betreten.
1. Fulufjället Nationalpark – das Land des größten Wasserfalls in Schweden
Unser erster großer Stopp ist der Fulufjället Nationalpark. Schon die Anfahrt durch tiefe Nadelwälder lässt erahnen, wie alt diese Landschaft ist. Das Highlight ist der Njupeskär, Schwedens höchster Wasserfall. Ein gut ausgebauter Wanderweg führt dich durch märchenhafte Urwälder, vorbei an Flechten-behangenen Bäumen, bis du das Donnern des Wassers hörst. 93 Meter stürzt sich der Wasserfall in eine hufeisenförmige Schlucht aus Sandstein. Doch ein kleiner Schatz liegt weiter oberhalb: Nimm den steilen kurzen Anstieg auf das Plateau auf dich. Angekommen, stehst du plötzlich in einer kargen Tundra-Landschaft. Hier oben wächst Old Tjikko, eine Fichte, deren Wurzelwerk seit über 9.500 Jahren überdauert. Es ist ein Ort der Stille. Ein Ort an dem man die Zeit fast vergessen kann. Old Tjikko ist vielleicht nicht gerade spektakulär anzusehen, aber er steht für die besondere und uralte Natur Schwedens wie kaum ein zweites Natur-Highlight.






2. Idre & das Nipfjäll – Sonnenuntergang im Rentierland
Von Fulufjället ziehen wir weiter nach Idre. Hier dominiert der markante Gipfel des Städjan das Landschaftsbild. Unser Ziel ist das Nipfjäll. Über eine schmale Straße gelangst du mit dem Camper bis weit über die Baumgrenze. Oben am Parkplatz angekommen, weitet sich der Blick über das gesamte Inlandsfjäll. Wandere am späten Nachmittag auf den Gipfel des Lillnipen. Während die Sonne langsam hinter den Bergen versinkt und das gesamte Hochplateau in ein unwirkliches, rot-goldenes Licht taucht, spazieren oft Rentierherden völlig unbeeindruckt durch die weite Landschaft. Für uns gibt es kaum einen schöneren Ort für einen Sonnenuntergang!



3. Die Flatruet – Schwedens höchste befahrbare Passstraße
Die Route führt uns nun über eine der spektakulärsten Straßen des Landes: Die Flatruet-Hochebene. Diese Schotterpiste ist die höchste Passstraße Schwedens (975 m). Hier gibt es keine Bäume mehr, nur noch Flechten, Steine und den endlosen Himmel. Das Fahrgefühl ist unvergleichlich – wie auf einer Expedition. Hinter jeder Kurve könnte eine Herde Rentiere stehen, die hier oben im Sommer den kühlen Wind suchen, um den Mücken zu entkommen. Am Horizont thront das mächtige Helags-Massiv mit seinem Gletscher. Die norwegischen Berge sind in der Ferne zu erkennen.







Die erste Reisewoche: Entfernungen und unsere Routenempfehlung für dich
Insgesamt legen wir in der ersten Reisewoche ca. 600 Kilometer zurück. Das entspricht in etwa 8-9 Stunden Fahrzeit, die sich in der wunderschönen Landschaft von Schweden aber eher wie eine Spazierfahrt anfühlen. Wir sind absolute Fans von Nebenstraßen und kleinen Schotterpisten, die quer durch die Natur führen. Hier stehen die Chancen auf Wildlife-Sichtungen und einzigartigen Ausblicke einfach deutlich besser als auf den Hauptverkehrswegen. Zudem teilst du dir die Straße selten mit vielen anderen und kannst auch mit größeren Autos wesentlich entspannter fahren.
Diese Route gibt es auch als digitale Karte mit allen Highlights und Wegpunkten
Reiseplanung leicht gemacht: Du möchtest diese Tour ganz einfach nachreisen? Mit unserer digitalen Map bekommst du über 160 Highlights und Routenpunkte entlang dieser Tour als interaktive Google-Karte. Inklusive Tag-für-Tag-Reisevorschlag und den schönsten Wanderungen, Aussichtspunkten, Panoramastraßen, Fotospots, Cafés, Campingplätze und Orten für Wildlife-Sichtungen. Das Praktische: Du kannst diese direkt in deine Google Maps App integrieren und aus der Karte heraus die Navigation starten!
➤ Zur Routen-KarteWoche 2: Ein Abstecher nach Östersund und der Ruf des legendären Vildmarksvägen
In der zweiten Woche tauchen wir noch tiefer in den Norden ein. Die Wege werden länger, die Route die wir für unsere Rundreise wählen macht Begegnungen seltener. Zumindest die mit anderen Reisenden – tierische Begegnungen werden hier in Jämtland hingegen immer wahrscheinlicher.
1.Durch das Oviksfjäll nach Östersund: Vorräte aufstocken und ab in den Norden
Bevor wir uns in die absolute Wildnis stürzen, machen wir einen Schlenker über das Oviksfjäll. Die Berge hier sind sanfter und bieten fantastische Möglichkeiten zum Wandern abseits der großen Touristenströme. Danach steuern wir Östersund an. Die Stadt am See Storsjön ist der ideale Ort, um deine Vorräte für die kommenden Tage aufzustocken. Nutze die Gelegenheit für eine klassische schwedische Fika (Kaffeepause) in der Fußgängerzone und genieß den Blick auf den See.
2. Der Vildmarksvägen – Naturparadies zwischen Jämtland und schwedisch Lappland
Ab Gäddede beginnt das eigentliche Abenteuer: Der Vildmarksvägen, die Wildnisstraße. Auf über 500 Kilometern führt dich diese Route durch eines der am dünnsten besiedelten Gebiete Europas. Wir folgen der Inlandsroute, die uns immer wieder durch dichte Wälder führt, in denen die Chance auf eine Elchsichtung am höchsten ist. Das absolute Highlight ist die Überquerung des Stekenjokk-Plateaus. Diese Region ist ein sensibles Brutgebiet für seltene Vögel und Sami-Land. Du fährst durch eine Landschaft aus Eis, Wasser und Fels. Über eine 20 Kilometer lange Schotterstraße erreichst du den Hällingsåfallet, ein Wasserfall, der in eine 800 Meter lange Schlucht stürzt – die Gischt sprüht dir hier direkt ins Gesicht. Auch der Trappstegsforsen, eine kaskadenartige Stromschnelle direkt an der Straße, ist ein Muss für jeden Fotografen. Hier oben am Vildmarksvägen ist der Weg das Ziel.








Nimm dir Zeit, fahr langsam und lass die Natur von Nordschweden auf dich wirken. In unserer digitalen Routenkarte haben wir allein für diese Region drei Tage eingeplant. Sie ist das absolute Herz der Reise und zeitgleich der nördlichste Punkt der Tour!
Die zweite Reisewoche: Entfernungen und unsere Routenempfehlung für dich
Was für eine Reisewoche! Wir sind insgesamt ca. 900 Kilometer und 12 Stunden gefahren. Haben Rentierherden entdeckt, Wasserfälle erkundet und sind über die vielleicht schönste Panoramastraße des Landes gereist. Mit der richtigen Routenplanung lässt sich in Schweden so unglaublich viel abwechslungsreiche Natur in kurzer Zeit erleben – wir sind selbst jedes Mal wieder sprachlos! Du auch?

Woche 3: Über die wilde Höga Kusten in uralte Wälder
Nach der rauen Einsamkeit des Nordens führt uns die Route nun an die dramatische Ostküste. Die Landschaft ändert sich schlagartig: Von der kargen Tundra zu steilen Klippen und tiefblauen Meeresbuchten.
1. Höga Kusten – Wo die Berge im Meer versinken
Die Höga Kusten (Hohe Küste) ist ein geologisches Weltwunder. Seit der letzten Eiszeit hebt sich das Land hier stetig aus dem Meer – bis heute um fast 300 Meter. Das Ergebnis ist eine Landschaft aus steilen Granitfelsen, die direkt in die Ostsee abfallen.
Im Skuleskogen Nationalpark wartet eine der schönsten Wanderungen Schwedens auf dich. Der Pfad führt dich durch uralte Moore und dichte Wälder bis zur Slåttdalsskrevan, einer 200 Meter langen und 30 Meter tiefen Felsspalte, die den Berg regelrecht spaltet. Wenn du am Ende der Schlucht stehst und der Blick über die glitzernde Schärenwelt der Ostsee schweift, weißt du, warum dieser Ort UNESCO-Weltnaturerbe ist.



2. Roadtrip durch kleine die Fischerdörfer, an einsame Strände und wilde Küstenabschnitte
Wir folgen der Küste südwärts und überqueren die beeindruckende High Coast Bridge, die oft als „schwedische Golden Gate Bridge“ bezeichnet wird. Vorher machen wir aber noch den einen oder anderen Abstecher: In die kleinen Fischerdörfer Bönhamn und Barsta. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die roten Holzhütten (Sjöbodar) spiegeln sich im ruhigen Wasser und kleine Spazierwege und Ausichtspunkte warten auf dich. An den unerwarteten Sandstrand von Storsand und den glattgeschliffenen Küstenabschnitt Rotsidan. Hier zeigt sich auf wenigen Kilometern wie unglaublich abwechslungsreich die nur 140 Kilometer lange Küstenlinie ist.







3. Hamra Nationalpark – Urwald-Relikte & Artenvielfalt
Bevor es endgültig Richtung Süden geht, lohnt sich der Schlenker ins Landesinnere zum Hamra Nationalpark. Es ist einer der ältesten Nationalparks Europas und schützt echten Urwald, der seit Jahrhunderten nicht mehr angefasst wurde. Das merkst du sofort: Riesige, bemooste Stämme liegen kreuz und quer und die Luft riecht intensiv nach Harz und Moor.
Du kannst hier in einem halben Tag durch ganz unterschiedliche Welten wandern: Kombiniere am besten den Urwaldpfad mit dem Moorpfad (insgesamt ca. 8 km). Erst läufst du durch dunklen, dichten Märchenwald, kurz darauf stehst du auf Holzstegen in der totalen Weite des Svartåmyran-Moors.
Wichtig zu wissen: Du bist hier in einem der bärenreichsten Gebiet Schwedens (Dalarna). Dass dir einer begegnet, ist extrem unwahrscheinlich, aber achte unbedingt auf die Bäume – mit etwas Glück entdeckst du Kratzspuren an der Rinde. Ein perfekter Ort, um die Ruhe noch einmal aufzusaugen, bevor die Kilometer in Richtung Heimat auf dich warten.




Der perfekte Begleiter für deine Reise nach Zentral-Schweden:
Wenn du zusätzlich zu unserer Routenbeschreibung auch Bilder, Koordinaten, Fototipps und weitere Highlights entlang der Strecke nicht verpassen willst, dann möchten wir dir unsere digitalen Schweden-Route ans Herz legen. In ihr haben wir über 180 unserer schönsten und liebsten Highlights in einer Karte entlang dieser Route für dich gebündelt. Landschaftshighlights, spektakuläre Wanderungen, Aussichtspunkte, Foto- und Wildlifespots, Stellplätze in der Natur und vieles mehr.
Diese Route gibt es auch als digitale Routen-Karte zum Nachreisen
Reiseplanung leicht gemacht: Du möchtest diese Tour ganz einfach nachreisen? Mit unserer digitalen Routenkarte bekommst du über 160 Highlights entlang dieser Route als interaktive Google MyMaps-Karte. Inklusive Tag-für-Tag-Routenvorschlag & zu fahrenden Kilometern.
➤ Zur Routen-KarteWann ist die beste Reisezeit für diese Route?
Schweden im Sommer ist ein Traum, doch diese spezielle Route hat eine kleine kritische Variable: Den Vildmarksvägen. Das Herzstück dieser Straße, das Stekenjokk-Plateau, ist aufgrund der enormen Schneemassen im Winter komplett gesperrt und öffnet traditionell erst am 6. Juni. Wer also zu früh kommt, steht eventuell noch vor verschlossenen Schranken.
Im Juli und August erlebst du die stabilste Wetterlage und die berühmten hellen Nächte. Es wird nie richtig dunkel, was dein Zeitgefühl komplett auf den Kopf stellen wird. Ab Anfang September beginnt die „Ruska“ – die Herbstfärbung. Das Fjäll explodiert förmlich in Gelb-, Orange- und Rottönen. Die Mücken sind dann meist verschwunden, die Luft ist glasklar, aber die Nächte können bereits empfindlich kalt werden und der erste Neuschnee kann die Pässe (Flatruet) kurzzeitig unpassierbar machen.
Wir hoffen, wir konnten dich bei deiner Reiseplanung inspirieren. Wenn du noch weitere spannende Rundreisen durch Skandinavien suchst, findest du nachfolgend weitere Inspiration aus unseren bisherigen Reisen!
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