Unsere Route über Lewis & Harris: 8 Tage zwischen Traumstränden und rauer Wildnis

Der Wind rüttelt am Camper, die Scheibenwischer laufen auf höchster Stufe und am Horizont verschwimmen Atlantik und Wolken zu einer graublauen Wand. Das waren unsere letzten Tage auf der Isle of Skye. Zu dem Zeitpunkt sind wir uns noch mehr als unsicher, ob die Überfahrt auf die Äußeren Hebriden gerade jetzt eine kluge Idee ist.

Aber wer nach Lewis & Harris reist, der sucht schließlich keine perfekte Postkarten-Kulisse, Sonnenschein und T-Shirt-Wetter. Es geht um raue Landschaften, einsame Straßen und das Gefühl, am Rand Europas und mitten im Atlantik unterwegs zu sein. Dort wo Single Track Roads an steilen Felsklippen enden, Schafe und Kühe an weißen Sandstränden grasen und das Wetter 100% den Takt vorgibt. Genau deshalb haben wir uns für die Überfahrt entschieden.

In diesem Beitrag nehmen wir euch mit auf unsere Route über die Hebrideninseln Harris und Lewis. Acht Tage voller Wind, überraschender Momente und Landschaften, die uns noch lange im Kopf geblieben sind. Also: Fleecejacke einpacken, Regenjacke griffbereit halten und los geht’s!

Lewis & Harris Rundreise Route Wohnmobil Karte

Das solltest du wissen, wenn du eine Reise auf die Äußeren Hebriden planst

Bevor auch du den Motor startest und auf die wilden Inseln aufbrichst, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Besonderheiten der Inseln, die für deine Planung relevant sein könnten:

Mit der Fähre nach Harris

Wir starten unsere Reise auf der Isle of Skye, deshalb nutzen wir die Fährverbindung zwischen Uig auf Skye und Tabert auf Harris. Die Route wird von der Fährgesellschaft CalMac betrieben und ist vor allem in den Sommermonaten ziemlich beliebt und entsprechend schnell ausgebucht. Nicht unbedingt für Reisende mit PKW oder Mietwagen, aber für Camper. Hier sind die Stellplätze pro Überfahrt limitiert und es kann durchaus mal eine Woche dauern, bis es einen Platz für dich gibt. Entsprechend frühzeitig solltest du dich um ein Ticket kümmern. 

Die Überfahrt selbst dauert etwa eine Stunde und vierzig Minuten und gehört für uns definitiv schon zum Reiseerlebnis dazu. Wenn sich die Berge von Harris langsam aus den Wolken schieben, steigt die Vorfreude mit jedem Kilometer. Außerdem hast du gute Chancen auf dem Weg Delfinen und Walen zu begegnen!

Das Wetter macht seine eigenen Pläne

Wir haben während unserer Reise schnell gelernt, dass es auf den Hebriden wenig bringt, ständig auf die Wetter-App zu schauen. Innerhalb weniger Minuten kann aus Regen blauer Himmel werden – und umgekehrt. Es ist uns mehr als einmal passiert, dass wir auf einer Wanderung plötzlich völlig durchnässt am Ziel angekommen sind und auf dem Rückweg alles im schönsten Sonnenlicht gestrahlt hat. Genau diese Unberechenbarkeit macht die Inseln für uns so besonders. 

Natürlich gehört auch ein wenig, oder mehr, Wind mit zu dieser Reise. Wenn du mit dem Camper unterwegs bist, stell dich nachts möglichst mit der Front in die Windrichtung. Das verhindert nächtliche Umpark-Aktionen! 😉

Übernachten mit dem Wohnmobil

Das Übernachten im Wohnmobil ist auf Lewis & Harris ziemlich genau geregelt. Das Freistehen ist, bis auf ganz wenige Ausnahmen, auf den beiden Inseln nicht gerne gesehen bzw. nicht gewünscht. Dafür haben beide Gemeinden eine super Infrastruktur für Camper-Reisende geschaffen. Es gibt sowohl offizielle Natur-Stellplätze ohne Infrastruktur, auf denen du für wenige Pfund übernachten darfst, aber auch offizielle Campingplätze & Ver- und Entsorgungsstationen. Eine Übersichtskarte für all diese Spots findest du hier!

Offizieller Wohnmobil Stellplatz am Luskentyre Beach Harris

Etappe I: Traumstrände & Abenteuer im Westen von Harris

Jetzt aber genug der Vorbereitungen und rein in unsere detaillierte Route. Wir würden empfehlen, dir mindestens eine Woche Zeit für die beiden Inseln zu nehmen. Solltest du nur fünf Tage haben, kannst du auch eine Menge erleben, genauso wird dir aber auch bei 10 Tagen vor Ort definitiv nicht langweilig.

Willkommen auf den Äußeren Hebriden

Schon bei der Einfahrt nach Tabert wird uns klar, diese Inseln fühlen sich anders an als der Rest von Schottland. Auf halber Strecke der Überfahrt hat, komplett unerwartet, Sonnenschein die grauen Regenwolken verdrängt und Harris erwartet uns mit leuchtenden Farben. Wir rollen von der Fähre, steuern eine kleine Service-Station für Frischwasser an und machen uns ohne große Umwege auf den Weg zum wohl berühmtesten Strand der Hebriden: Den Luskentyre Beach.

Wir finden auf einem der kleinen offiziellen Übernachtungsplätze den vielleicht schönsten Stellplatz unsere Schottland-Reise und können unser Glück kaum fassen. 20 Grad, T-Shirt Wetter und der Blick aus dem Heck auf die Sandbänke zwischen dem Seilebost Beach und dem Luskentyre Beach. Kann uns mal jemand kneifen?

Auf der Suche nach Tobi

Schon vor unserer Anreise auf die Insel haben wir den Tipp bekommen, dass sich zwischen unserem Stellplatz und dem Strand von Luskentyre noch ein ganz besonderes Highlight versteckt. Ein weißes Pony, das frei in den Dünenlandschaften und am Strand lebt. Mal steht es direkt sichtbar auf einem Dünenplateau, mal versteckt es sich an einem kleinen, unbekannten Strandabschnitt. Sein Name ist Tobi. 20 Jahre alt und Nachfahre von berühmten royalen Ponys vom schottlischen Festland. Natürlich können wir nicht anders und machen uns direkt auf die Suche. Und was sollen wir sagen, wir haben ihn gefunden! 🙂

Strandspaziergang am Luskentyre Beach

Wir lieben es, Orte zu Fuß zu erkunden. Deshalb sind wir froh, dass unser kleiner Stellplatz zwei Kilometer vom offiziellen Strandparkplatz entfernt ist. So können wir ganz entspannt die Straße entlang laufen und die Gegend auf uns wirken lassen. Kleine gemütliche Ferienhäuser, neugierige Schafe, kleine Buchten und Fotomotive an jeder Ecke lassen jeden Schritt beinahe vergessen.

Am Strand angekommen, sind wir schon das dritte Mal sprachlos. Wir haben auf unseren Reisen ja mittlerweile schon viele schöne Strände gesehen. Oft auch weit nördlicher, als man sie vermuten würde. Aber der Luskentyre Beach ist für uns wirklich einer der schönsten Strände Europas. Glasklares sauberes Wasser, weißer Sand und Dünen im Hintergrund. Einfach der perfekte Ort für den Start unserer Reise über Lewis & Harris.

Roadtrip entlang der Westküste von Harris

Schweren Herzens verlassen wir den Norden der Westküste und machen uns auf den Weg in Richtung Süden. Wenn man allerdings denkt, man kommt auf den Inseln schnell voran, dann hat man den Plan ohne die atemberaubend schöne Natur gemacht. Hier reihen sich Sandstrände an grüne Hügel und Schafe auf grünen Wiesen an Kühe auf weißem Sand. Wir lassen den Seilebost Strand, Nisabost Strand und die Bucht des Sgarasta Mhòr Beach hinter uns. Unser Ziel ist ein kleiner Wanderparkplatz vor der Halbinsel des Berges Chaipaval. Hier startet ein super schöner Wanderweg über grünen Wiesen und vorbei an Klippen bis zum Strand von Traigh na Cleavag führt. Unser Tagesziel!

Etappe II: Die zerklüftete Golden Road & Robbenkolonien & Steinadler

Als nächsten führt uns unsere Route durch Süd-Harris vorbei an der Isle of Harris Brewery und dem Fährhafen von Leverburgh. Wenn du planst, nicht nur die nördlichen Hebriden Inseln, sondern auch die Inseln Uist und Barra zu erkunden, bist du hier genau richtig. Wir haben uns für heute aber etwas besonderes vorgenommen. Wir wollen einige der kleinen Robbenkolonien an der zerklüfteten Ostküste finden und uns ein wenig Zeit für die Wildlife-Fotografie nehmen. Das schöne ist, die Robben können dir hier wirklich in jeder kleinen Bucht, auf jedem Felsen und jeder vorgelagerten Insel vor die Linse schwimmen oder sich dir beim Ausruhen auf kleinen Felsen zeigen.

Fahrt über die Golden Road von Harris

Nach den hellen Sandstränden im Westen ist die Ostküste ein krasser landschaftlicher Kontrast. Wir fahren über die Golden Road. Eine eine schmale, einspurige Straße, die sich durch raues, komplett von eiszeitlichen Gletschern zerfurchtes Granitgestein schlängelt. Ihren Namen hat sie von den extrem hohen Kosten, die der Bau damals in diesem unwegsamen Gelände verschlungen hat. Wir haben die Strecke bewusst in den späten Nachmittagsstunden eines neuen Tages angesteuert. Jetzt wo die Sonne tiefer steht, bekommt die karge Natur eine ganz eigene, besondere Stimmung und Ruhe.

Wir parken den Camper für die Nacht, schnappen uns unsere Kameras und spazieren entlang der komplett leeren Straße. Die Golden Road sollte unserer Meinung nach auf deiner Reise über die schottischen Inseln nicht fehlen!

Wanderung zum North Harris Eagle Observatory

Beim Blick auf die Karte könnte man meinen, dass Harris wesentlich kleiner ist als die Schwesterinsel Lewis. Dabei endet Harris in nördlicher Richtung nicht am Hafenstädtchen Tabert, sondern erst deutlich hinter der Bergkette rund um den 799 Meter hohen Berg Clisham, dem höchsten Berg der Inseln. Und in genau dieser Region startet unser nächsten Highlight. Eine Wanderung zum North Harris Eagly Observatory mit der Hoffnung auf die Sichtung von Steinadlern. Genau hier werden wir auch zum ersten Mal die berühmt berüchtigten Wetterwechsel auf Schottlands westlichen Inseln erleben.

Schon die Anreise entlang der Küstenstraße und hinein in die Berge ist spektakulär. Am kleinen Parkplatz angekommen, wartet eigentlich ein nur 2,5 Kilometer langer, einfacher Wanderpfad auf uns. Als die Sonne aber plötzlich verschwindet und aus dem ersten leichten Regen plötzlich Hagel und Starkregen wird, sieht das ganze gleich ein wenig anders aus. Wir können kaum noch aus den Kapuzen unserer Regenponchos schauen (eine absolute Schottland Empfehlung für dein Reisegepäck!!) und sind froh, als wir die kleine Wildlife-Cabin erreicht haben. Wir legen die nassen Sachen ab, setzen uns auf die kleinen Bänke und blicken hinaus in das Tal und auf die Berge. Adler werden wir heute nicht sehen, auch wenn Sichtungen laut dem Gästebuch in den letzten Tagen super häufig waren. Aber auch Adler fliegen nicht gerne bei Hagel. 😉

Vielleicht hast du bei deinem Besuch ja mehr Glück als wir – die Wanderung hat uns trotzdem super gut gefallen!

Etappe III: Von Harris nach Lewis: Sandstrände & ein ganz besonderer Leuchtturm

Wir überqueren die unsichtbare Grenze zwischen Harris und Lewis. Die Landschaft verändert sich spürbar. Die Berge werden wieder niedriger und die Straßen führen durch weite Moorlandschaften. Wir nutzen die Gelegenheit, auf der Durchreise in Stornoway einzukaufen und uns auf das nächste Kapitel unserer Rundreise vorzubereiten. Im Anschluss geht es weiter an die wilde Nordküste von Lewis.

Ein Abstecher an die Strände Garry Beach & Tolsta Beach

Unsere Fahrt entlang der Nordostküste führt uns über die B895 bis zum Ende der Sackgasse, wo die Straße schließlich am Garry Beach aufhört. Schon beim Aussteigen aus dem Camper merken wir: Hier draußen wird es noch einmal ein ganzes Stück ruhiger. Die Kulisse ist absolut beeindruckend. Direkt aus dem hellen Sand ragen dunkle Steinsäulen empor, während die Brandung des Atlantik mit voller Kraft an die felsige Küste schlägt.

Nur wenige Minuten entfernt liegt der riesige Tolsta Beach. Wir haben uns hier einfach treiben lassen und sind stundenlang am scheinbar endlosen Ufer entlang spaziert. Bei Ebbe kann man die kleinen, von den Gezeiten in die Klippen gespülten Felshöhlen erkunden. Außer ein paar Seevögeln und einem Adler, der über uns kreiste, sind wir dabei kaum anderen Menschen begegnet. Genau diese raue, ungestörte Ruhe abseits der bekannten Route ist es, die Harris & Lewis für uns so unglaublich besonders macht.

Die Tragödie vom Eorpie Beach & der Butt of Lewis – Schottlands windigster Ort

Weiter geht es an den nördlichen Rand der Insel. Unser erster Stopp ist der Eoropie Beach, wo sich der Atlantik nicht selten von seiner absolut wilden Seite zeigt. Die Bucht war zudem Zeuge einer wahren Tragödie: Am 5. März 1885 gerieten die lokalen Fischer aus Eoropie auf offener See plötzlich in einen schweren Sturm. Beim Versuch, zwei ihrer Boote in der schützenden Bucht an Land zu bringen, kenterten sie direkt vor den Klippen. Die Dorfbewohner mussten damals hilflos vom Ufer aus mit ansehen, wie alle Rettungsversuche scheiterten und zwölf Männer nur wenige Meter von der Sicherheit ihres Zuhauses entfernt ihr Leben verloren. Ein schlichtes Steindenkmal in den Dünen erinnert heute an dieses Ereignis und verleiht diesem so rauen Ort eine ganz eigene Atmosphäre. Einmal mehr ein Zeichen dafür, dass das Wetter hier den Takt des Lebens bestimmt. 

Nur wenige Minuten weiter erreichen wir mit dem Butt of Lewis schließlich den offiziell nördlichsten Punkt der Insel. Der markante, rote Backstein-Leuchtturm steht hier auf dunklen, schroffen Klippen und blickt einsam hinaus auf den offenen Ozean. Tatsächlich gilt das Kap laut dem Guinness-Buch der Rekorde als der windigste Ort in Schottland. Wir haben Glück und die Sonne scheint bei unserer Ankunft noch knapp über dem Horizont.

Gleichzeitig ist das Butt of Lewis einer der besten Spots in Europa für das Whalewatching von der Küste aus. Die erhöhten Klippen sind perfekt, um die Meeresoberfläche abzusuchen. Man braucht in dem unruhigen Wasser definitiv etwas Geduld und ein gutes Fernglas – aber genau dieses langsame Suchen gehört einfach dazu. Wir haben uns am nächsten Tag extra einige Stunden Zeit genommen, konnten aber leider keine Meeresbewohner entdecken.

Etappe IV: Die mystische Westküste von Lewis: Steinkreise, Wikingermühlen & Sea Stacks

Unsere letzte Reise-Etappe führt uns über die Westküste von Lewis zurück nach Tabert, von wo aus die Fähre uns in einigen Tagen zurück nach Skye bringen wird. Vorher gibt es aber noch das ein oder andere zu entdecken!

Auf den Spuren der Wikinger: Die Norse Mill and Kiln

Wir verlassen die windgepeitschte Nordspitze und orientieren uns an der Westküste Richtung Süden. Abseits der Hauptstraße entdecken wir, über einen kleinen Fußweg erreichbar, ein echtes verstecktes Juwel: die Norse Mill and Kiln bei Shawbost. Zwei winzige, mit Grassoden gedeckte Steinhäuser liegen hier idyllisch an einem kleinen, plätschernden Bach.Dabei handelt es sich um die originalgetreue Rekonstruktion einer altnordischen Wassermühle und einer Getreidedarre, wie sie zu Zeiten der Wikingern auf den Inseln genutzt wurden. 

Es ist faszinierend zu sehen, wie die Menschen damals die spärliche Wasserkraft in dieser kargen Landschaft ausgenutzt haben, um ihr Getreide zu verarbeiten.Das Wetter ist tiefgrau und stürmisch. Außer uns ist kein einziger Mensch hier. Ein super Stopp auf der Durchreise!

Das magische Herz der Hebriden: Die Calanais Standing Stones

Am späten Nachmittag erreichen wir den Ort, auf den wir uns schon die gesamte Reise über gefreut haben: die weltberühmten Steinkreise von Calanais (Callanish). Sie sind unglaubliche 5.000 Jahre alt und damit deutlich älter als Stonehenge. 13 gewaltige Monolithen bilden einen zentralen Kreis, von dem aus kreuzförmig weitere Steinreihen in die umliegenden, grünen Hügel ragen. 

Man muss dazu sagen, dass wir zuerst ein wenig enttäuscht waren. Auf Bildern bekommt man schnell den Anschein, dass die Steine inmitten der Natur liegen. Umgeben von grünen Hügeln. Die Realität sieht allerdings so aus, dass direkt hinter dem Steinkreis eine Straße entlang führt und Wohnhäuser, zumindest zu einer Seite, den Hintergrund dominieren. Aber als Fotografen haben natürlich auch wir geschickte Perspektiven gefunden, diesen besonderen Ort für uns einzufangen. Der Besuch lohnt sich vor allem bei untergehender Sonne. Dann wird die Landschaft und die Felsen super schön angestrahlt und es entstehen tolle Motive!

Die Wächter des Atlantiks: Die Mangersta Sea Stacks

Unser letztes großes Abenteuer führt uns tief in den wilden, abgelegenen Südwesten von Lewis. Über eine schmale Single Track Road fahren wir bis zu den Klippen von Mangersta. Was uns hier erwartet, ist ohne Zweifel einer der dramatischsten Küstenabschnitte der gesamten Rundreise.

Gewaltige, messerscharfe Felsnadeln (Sea Stacks) ragen wie versteinerte Riesen aus dem Atlantik empor. Der Wind peitscht uns heute ordentlich um die Ohren und die Drohne schafft es kaum in der Luft zu bleiben. Wir stehen fasziniert an der Felskante und blicken auf die Felsen. Ein absolut wilder Ort, der einmal mehr die unbändige Kraft der Natur widerspiegelt und der perfekte Schlusspunkt für unsere Zeit auf Harris & Lewis ist.

Ein letzter Stopp in Tarbert: Gin, Tweed & handgemacht Keramik

Bevor wir endgültig zurück an den Fähranleger rollen, nehmen wir uns noch ein paar Stunden Zeit für das kleine Örtchen Tarbert. Unser Weg führt uns vorbei an der Isle of Harris Distillery. Der Duft von Wacholder liegt in der Luft. Direkt nebenan darf ein Besuch im lokalen Harris Tweed Geschäft natürlich nicht fehlen. Das Gefühl des schweren, rauen und von Hand gewebten Stoffes ist schottische Kultur pur. Ein weiteres echtes Highlight entdecken wir noch abseits der Hauptstraße: Einen kleinen, super süßen Laden voller handgemachter Keramik. Die Tassen spiegeln in ihren Glasuren exakt die Farben der Hebriden wider. Das tiefe Blau des Meeres und das raue Grau der Felsen. Der perfekte Ort, um noch ein paar einzigartige Erinnerungsstücke einzupacken.

Mit vollen Speicherkarten treten wir schließlich die Rückreise an. Während wir am Kai auf die CalMac-Fähre warten, blicken wir noch einmal auf die Berggipfel im Hintergrund. Die Äußeren Hebriden haben es uns trotz Regen, Hagel und Sturm wirklich leicht gemacht. Wir haben wunderbare Momente in der Natur, spektakuläre Landschaften und ganz besondere Begegnungen gehabt, die wir so schnell nicht wieder vergessen werden. Und das Gefühl, dass wir bereits am ersten Tag am Luskentyre Beach hatten, hat uns während der gesamten Reise nicht wieder losgelassen. Hierher müssen wir eines Tages zurückkehren. Vielleicht wandeln wir dann ja auch auf deinen Spuren?

Wenn du weitere Routeninspiration für deine Schottland-Reise suchst, dann schau doch mal in diesem Beitrag vorbei, dort findest unsere 3 Wochen Route durch die wilden Highlands bis auf die Isle of Skye. Perfekt kombinierbar mit einer Reise nach Lewis & Harris! 😊

Let’s roadtrip the world!